Donnerstag, 15. September 2022

Tag 12

12.Tag Donnerstag der 15.09.


Heute morgen geht's erstmal zum Stift Melk hoch. Irre was die Benediktiner an pompösen Bauten hinterlassen haben. Die Klöster stellen die meisten Schlösser locker in den Schatten. Leider darf man innen wieder nicht fotografieren. Die Anlage hier ist riesengroß, in der Klosterkirche bleibt einem der Mund offen stehen vor all dem Prunk, ganz schön dekadent eigentlich. Um das Ganze abzurunden gehört natürlich noch eine Parkanlage dazu. Bis Mittags bin ich hier mit Staunen beschäftigt, man kann aber locker nochmehr Zeit hier verbringen. Mittlerweile hat sich die Wolkendecke wieder zugezogen. Ich fahr nochmal zum Donauradweg. Aus meiner Fahrtrichtung peitscht mir der Wind Regenschauer entgegen. Das hat keinen Zweck mehr so, bis nächste Woche Mittwoch soll das Wetter nicht mehr besser werden. Radfahren und campen macht so keinen Sinn. So sitze ich dann nachmittags im Zug nach Salzburg und will dort heute Abend in der Altstadt die Reise ausklingen lassen. Morgen geht's dann wieder heim.


Mittwoch, 14. September 2022

Tag 10 und 11

10.Tag Dienstag der 13.09.


Heute geht es auf den Traisentalradweg.

Kurz hinter Mariazell biegt der Radweg von der Hauptstraße in ein idyllisches kleines Tal ab. Erst entlang eines Bachlaufes, dann an einem aufgestaute See entlang,abseits jeglichen Autoverkehrs. Selbst die Enten sind hier tiefenentspannt und watscheln völlig unbeeindruckt von vorbeikommenden Radlern die Straße entlang. Man muß schon Slalom um die Enten fahren. So stelle ich mir Radwandern vor, einfach herrlich. Danach geht's erstmal 200 Höhenmeter auf über 1000m NN hoch. Danach geht's nur noch abwärts und so langsam wird die Strecke auch wieder von E-Bikern bevölkert. 

Ich hab jetzt schon einiges der Tierwelt der österreichischen Bergwelt gesehen, aber eins fehlt natürlich noch, na? …Kamele genau. In einem abgezaunten Gehege am Wegesrand steht hier eine ganze Herde. In Traisen biege ich zum örtlichen Camping ab, Stelle aber fest, das der Platz 200m weiter oben auf einem Hügel liegt. Da ich darauf keinen Bock habe beschließe ich zum nächsten Camping 25km weiter zu fahren. So langsam komme ich ins Flachland und so kann ich auf ebener Strecke schön km fressen. Nach 91km komme ich dann am Seecaming bei St.Pölten um 17:07 an. An der Rezeption ist keiner mehr, ab 17 Uhr geschlossen und der verdammte Campingplatz ist ein Hochsicherheitstrakt mit Stahltoren und umzäunt, sowas habe ich auch noch nicht gesehen. Zum Glück gibt's eine Telefonnummer unter der ich jemanden erreichen kann, der mir dann doch noch Zutritt ins Campingparadies verschafft  Im Restaurant abends muß ich nach der ersten Nudelmahlzeit heute gleich nochmal eine Nudelmahlzeit nachbestellen um meinen Kohlenhydratlevel wieder auf ein normales Level zu kriegen. 



11.Tag Mittwoch der 14.09.


Es scheint heute morgen nicht hell zu werden, alles bewölkt und es nieselt. Also schnell das nasse Zelt zusammengepackt und los. Am Viehofner See bei St Pölten entdecke ich ein kleines nettes Cafe, die 'Seedose'. Leider öffnet es erst um 11 Uhr, ich komme aber mit der supernetten Besitzerin ins Gespräch und bekomme so auch früh um 9Uhr schon Kaffe und Toast. Ich liebe diese kleinen Begegnungen am Rande, die sind das Salz so einer Reise. 15km später erreiche ich die Donau, ab jetzt geht's am Donauradweg lang. Die Strecke ist supergerade, nur hab ich jetzt reichlich Gegenwind, wo ich gestern auf gerader Strecke noch mit 25kmh jlanggebraust bin, kämpfe ich mich heute mühselig mit 15kmh voran. Am Nachmittag reist die Wolkendecke dann doch noch auf und schwupps ist die Strecke wieder voll von E-Bikern. Die Strecke durch die Wachau ist wirklich schön. Die Donau ist umrahmt von Hügeln mit Weinbergen und einigen Burgruinen. Meine Reise geht heute bis Melk, ein hübsches kleines Städtchen an der Donau, vor allem bekannt für das Stift Melk, das ich mir dann morgen anschauen will. Ich checke hier erstmal wieder in eine feste Unterkunft ein, der Wetterbericht hier sieht ganz schön düster aus für die nächsten Tage.


Montag, 12. September 2022

Tag 9

9.Tag Montag der 12.09.


Es geht heute mit dem Zug nach Mariazell. Früh um 9Uhr geht's los am Steyrer Bahnhof. 4Stunden später nach 2mal umsteigen stehe ich in Mariazell. Super pünktlich die ÖBB.

Mariazell ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Mitteleuropas für Katholiken. Hier dreht sich alles um die Mariazeller Basilika und natürlich auch das Bergpanorama ringsherum. Nachdem ich eben an der Enns aus den Bergen rausgeradelt bin, stehe ich hier wieder mittendrin. Erstmal geht's zur Besichtigung der Basilika, welche von innen wirklich imposant ist, ein einziger Prunk in Gold und Weiß. Leider darf man hier keine Bilder machen. Danach geht's mit der Seilbahn auf den Hausberg, hier verbietet mir niemand das Fotografieren. Nach 1Stunde Fußmarsch steil bergab bin ich dann wieder zurück im Ort.


Sonntag, 11. September 2022

Tag 7 und 8


7.Tag Samstag der 10.09.


Hier im Hostel von Großreifling werden auch Rafting und Wildwassertouren auf der Salza organisiert, die hier in die Enns mündet. Für mich geht's aber mit dem Fahrrad weiter, erstmal gleich 200 Höhenmeter bergauf. Mist hätte mich doch schon gemütlich ins Boot setzen sollen. Seit dem Nationalpark fährt man größtenteils Bundesstraße oder Landstraße, was nicht so schön gemütlich ist. Es geht vorbei an der Burg Gallenstein bis Kleinreifling, dann gibt es endlich wieder einen Radweg abseits der Straßen. Der Weg führt größtenteils am Hang oberhalb der Enns lang, so das man schöne Ausblicke auf den Fluss hat. In Großraming steuere ich dann den örtlichen Campingplatz an. Ich hoffe das Wetter hält, trotz Regenansage ist es bisher heute trocken geblieben.



8.Tag Sonntag der 11.09.


Es hat die ganze Nacht geregnet. Frühs schleppe ich in einer Regenpause meine Campingausrüstung unter das Vordach des Sanitärgebäudes hier. Ich muß hier Mal eine Lanze für den örtlichen Campingplatz brechen, der von der Gemeinde betreut wird. Hier gibt es einen überdachten Bereich mit Holzbänken und Tischen und normale Steckdosen um mal ein paar Akkus aufzuladen. Das ist leider keine Normalität im deutschsprachigen Raum, die Plätze sind nur noch für Caravans und co ausgerüstet und das nervt mich, so bezahlt man viel Geld für so gut wie nichts. 

Der Regen lässt mich heute nicht los. So geht es unter Vollschutz erstmal bis Reichraming, dort ist ein kleiner Markt mit Ständen und überdachten Bänken aufgebaut. Perfekt um mir erstmal ein schönes Stück Torte und einen heißen Kaffee zu gönnen. Bis Steyr sind's nur 45km aber bei diesem Sauwetter macht das Radfahren dahin keinen Spaß. In Steyr komme ich nachmittags an. Steyr hat eine wirklich sehenswerte Altstadt. Ich checke hier heute erstmal in ein feste Unterkunft ein, mir ist nicht nach Camping. Mein Zimmer hier im Hotel hat einen genialen Blick auf die Enns und die Altstadt.


Freitag, 9. September 2022

Tag 6

6.Tag Freitag der 09.09.


Früh um 8:30 sitze ich wieder im Sattel. Ich will noch ein paar Kilometer schaffen, bevor es wieder zu regnen anfängt. Es geht in den Nationalpark Gesäuse. Es gibt so Orte, die man stundenlang bestaunen und genießen könnte. Der Eingang zum Nationalpark ist so einer. Wie die von der Sonne beschienen Wolken die imposanten Bergspitzen umwabbern, könnte ich heute stundenlang zuschauen, irre schön. Aber ich muß ja weiter. Die Enns wird hier im Gesäuse zum echten Wildwasser. Pünktlich 12Uhr fängt dann wieder der Dauerregen an.Also Vollmontur an und weiter, aber Spaß macht das nicht so zu fahren, die Landschaft um einen verschwindet in einer grauen Brühe. So beende ich dann meine heutige Etappe in Grosreifling am örtlichen Hostel, das glücklicherweise noch ein Zimmer frei hat.


Donnerstag, 8. September 2022

Tag 5

5.Tag Donnerstag der 08.09.


Heute früh geht's erstmal zur Worschachklamm. Hier kann man an Holzstiegen entlang der Klamm nach oben kraxeln, ganz schön beeindruckend, einen Steinschlag möchte ich in dieser engen Felsenklamm aber nicht erleben. Danach geht's wieder weiter per Radl. Ab Mittag wird's düster im Tal. Da ich Regenklamotten nicht mag beim radeln, versuche ich zur nächsten Dorfschenke zu sprinten, kann ja dort wieder abtrocknen. Leider hat die Schenke geschlossen, Pech gehabt. So geht's dann doch in Regenklamotten weiter. Aus einem anfänglichen Nieselregen ist ein ziemlich starker Dauerregen geworden. Aber wenigstens kriegt man so imposante Fotomotive, beeindruckend die Berge in Wolkenschleier gehüllt zu sehen. In Admont ist dann Schluß mit Radeln für heute, ich beschließe bei dem Sauwetter besser ins örtliche Hotel einzuchecken. Es macht keinen Sinn heute campen zu wollen, leider ist für die nächsten Tage auch kein besseres Wetter angesagt. So habe ich heute noch Zeit mir den

Stift Admont anzuschauen. Dieser besitzt eine irre Bibliothek, einfach in diesem Raum zu sitzen und die Atmosphere zu genießen, entschädigt für das Wetter draußen.


Mittwoch, 7. September 2022

Tag 3 und 4

3.Tag Dienstag der 06.09.


Heute geht's an die Enns. Auf dem Campingplatz Rat mam mir davon ab die Bundesstraße dort hoch zu fahren. So fahre ich erstmal nach Bischofshofen. Während ich hier am Bahnhofinfostand warte, verpasse ich schon Mal den ersten Bus. So geht's dann erst 11Uhr mit dem Bus nach Eben im Pongau hoch. Während ich im Bus die Fahrt genieße, bin ich heilfroh die Bundesstraße nicht mit dem Fahrrad zu fahren. Enge unübersichtliche Kurven, links Steilwand, rechts Leitplanke, keine Möglichkeit auszuweichen als Radfahrer und diese Strecke ist Teil eines Eurovelos, völlig unverständlich.

Oben angekommen geht's dann am Enns Radweg lang. Der ist wirklich schön, größtenteils abseits der Straßen, kann man zuschauen wie die Enns langsam wächst. Dazu das Bergpanorama, was will man mehr. In Schladming geht's dann auf den nächsten Campingplatz.



4.Tag Mittwoch der 07.09.


Der Enns Radweg ist wirklich einfach nur schön. Es macht Spaß hier entlang zu radeln. Mittlerweile habe ich mich wieder an das Radlernomadenleben gewohnt und meinen Tagesrhythmus angepasst, vor allem die Entspanntheit einer solchen Reise kommt jetzt langsam bei mir an, nichts muß alles kann sein. Heute komme ich übrigens auch in Haus am Haus 'ZuHaus' vorbei. Die kleinen Dörfer sind echt Schmuck und die Berge und die Enns bieten immer wieder Fotomotive. Es geht vorbei am Schloß Trautenfels bis zum Putterersee bei Aigen, dort checke ich am Campingplatz schon um 15Uhr ein und geh erstmal anständig planschen im See, herrlich 😃.


Tag 12

12.Tag Donnerstag der 15.09. Heute morgen geht's erstmal zum Stift Melk hoch. Irre was die Benediktiner an pompösen Bauten hinterlassen ...